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Zink

Wie kann Zink das Immunsystem unterstützen?

Vor über einem Jahr aktualisiert

Was ist Zink?

Zink ist ein essenzielles Spurenelement. Dies bedeutet, dass Zink für den Menschen zwar nur in kleinen Mengen nötig ist, aber regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss.


Wie hoch ist der tägliche Zinkbedarf?

Der tägliche Zinkbedarf ist wie folgt definiert:

Säuglinge (0 - 1 Jahr)

1,5 - 2,5 mg

Kinder (1 - 10 Jahre)

3,0 - 6,0 mg

Männliche Jugendliche (10 - 19 Jahre)

9,0 - 14,0 mg

Weibliche Jugendliche (10 - 19 Jahre)

8,0 - 11,0 mg

Männer

11,0 - 16,0 mg

Frauen

7,0 - 10,0 mg

Schwangere im 1. Trimester

7,0 - 11,0 mg

Schwangere im 2. Trimester

9,0 - 13,0 mg

Stillende

11,0 - 14,0 mg

Säuglinge nehmen Ihren optimalen Bedarf an Zink über die Muttermilch auf. Daher sollte natürlich auch die Mutter gut mit Zink und allen anderen Vitalstoffen versorgt sein.

Die großen Spannen bei den Kindern und Jugendlichen ergeben sich aus einem zunehmenden Bedarf an Zink mit fortschreitende Wachstum.

Bei Erwachsenen gibt es jedoch eine andere Erklärung: Je mehr Phytinsäure über die Ernährung aufgenommen wird, umso mehr Zink wird benötigt.

Phytinsäure ist ein Pflanzenstoff, der insbesondere in Getreide, Saaten, Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten ist. Je mehr Pflanzenkost über die Ernährung aufgenommen wird, desto mehr Zink benötigt der Mensch; denn Phytinsäure hemmt die Aufnahme von Zink.

Um den Bedarf von Zink im Hinblick auf die Aufnahme von Phytinsäure zu bestimmen, kann in die folgenden drei Gruppen unterteilt werden:

  1. Menschen, die wenig Phytinsäure (330 mg/Tag = 0,5 mmol/Tag) zu sich nehmen, benötigen 11 mg Zink (Männer) bzw. 7 mg Zink (Frauen). Diese Menschen essen wenig Vollkornprodukte und wenig Hülsenfrüchte, dafür reichlich tierische Produkte.

  2. Menschen, die mittelmäßig Phytinsäure (660 mg/Tag = 1 mmol/Tag) zu sich nehmen, benötigen 14 mg Zink (Männer) bzw. 8 mg Zink (Frauen). Diese Menschen ernähren sich vollwertig, unter Umständen sogar vegetarisch oder vegan.

  3. Menschen, die viel Phytinsäure (990 mg/Tag = 1,5 mmol/Tag) zu sich nehmen, benötigen 16 mg Zink (Männer) bzw. 10 mg Zink (Frauen). Diese Menschen essen viele Vollkornprodukte, reichlich Hülsenfrüchte und decken den Proteinbedarf vorwiegend mit pflanzlichen Proteinquellen, wie z. B. Sojaprodukten.


Welche Symptome deuten auf einen Zinkmangel hin?

Die folgenden Symptome weisen auf einen Zinkmangel hin:

Haut- und Schleimhautprobleme

Leidet man an einem Zinkmangel, so merkt man dies besonders an Haut- und Schleimhautproblemen sowie einem schwachen Immunsystem. Gerade Haut, Schleimhäute und das Immunsystem gehören zu den Zellsystemen mit hoher Zellteilungsrate. Bei einem Zinkmangel kann aber genau diese schnelle Zellteilung nicht mehr so schnell ablaufen, wie es für diese Zellsysteme nötig wären. Hierunter leidet entsprechend die Funktionsfähigkeit des Immunsystems.


Bei Haut- und Schleimhautproblemen sind häufig die folgenden Symptome zu beobachten:

  • Dermatitis und Akne (Haut)

  • verzögerte Heilungsprozesse und Wundheilungsstörungen (äusserlich: Haut; innerlich: Schleimhäute)

  • Geschmacksstörungen (Mundschleimhaut)

  • Durchfall (Darmschleimhaut)

  • verzögerte Genesung

Haarausfall

Da auch die Haarfollikel zu den Bereichen mit schneller Zellteilungsrate gehören, macht sich ein Zinkmangel ebenfalls durch Haarausfall bemerkbar. Wird der Zinkmangel behoben und war es der alleinige Grund des Haarausfalls, setzt spätestens nach drei Monaten der neue Haarwuchs ein.

Erhöhte Infektanfälligkeit

Zink ist besonders für seine immunabwehrsteigernde Wirkung bekannt.

Folglich wird Zink häufig begleitend bei Infektionen aller Art, wie z. B. Erkältungen, grippalen Infekten, aber auch Magen-Darm-Infekten eingesetzt. Denn das Spurenelement Zink wirkt antiviral und steigert die Immunfunktionen. Bei einem Zinkmangel hingegen nimmt die Aktivität der verschiedenen Abwehrzellen drastisch ab und es kommt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit.

Schwache Entgiftungsfähigkeit durch fehlendes Zink

Im Bezug auf die Entgiftung gilt Zink als wesentliche Komponente des körpereigenen Schutzsystems. Denn Zink ist ein wichtiger Baustoff von Enzymen, welcher der Körper zur Entgiftung benötigt.

So hilft nach der Aufnahme von Alkohol Zink als Bestandteil der Alkoholdehydrogenase bei der Alkoholentgiftung des Körpers.

Leidet man an einem Zinkmangel, kann der Organismus folglich nicht mehr so gut entgiften.


Welche Medikamente senken den Zinkspiegel?

Zu den Medikamenten, die den Zinkspiegel zusätzlich senken können, z. B. indem sie eine übermäßige Zinkausscheidung mit dem Urin forcieren, gehören die folgenden:

  • ACE-Hemmer (gegen Bluthochdruck)

  • Antazida (zur Neutralisierung der Magensäure)

  • Antibabypille

  • Bestrahlungs- und Chemotherapien

  • Ciclosporin A (bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, schwere Neurodermitis-Formen)

  • Cortison (bei chronischen Entzündungen, Hautkrankheiten und Autoimmunerkrankungen)

  • Diuretika (bei Wassereinlagerungen)

  • Eisenpräparate

  • Lipidsenker (zur Senkung eines erhöhten Cholesterin- und/oder Triglyceridspiegels)

  • Tetracycline (Antibiotika z. B. gegen Infektionen der Atemwege, des Darms und des Urogenitaltrakts)

Etliche dieser Medikamente werden über lange Zeiträume eingenommen, manche sogar über Jahrzehnte hinweg, z. B. Mittel gegen Bluthochdruck, die Pille oder Lipidsenker und können auf diese Weise zu einem chronischen und merklichen Zinkmangel führen.

Zur ursprünglichen Krankheit, gegen die man die Medikamente einnimmt, gesellen sich dann oft noch die Symptome des Zinkmangels. Und da Zink an Heilungsprozessen wesentlich beteiligt ist, sinkt die Chance, dass die Krankheit je gelindert oder gar ausgeheilt werden könnte, immer weiter.


Doch nicht allein Medikamente können einen Zinkmangel entstehen lassen. Auch das Trinken von Alkohol stellt einen weiteren Risikofaktor dar, der zu einem Zinkmangel führen kann. Denn Alkohol erhöht die Ausscheidung von Zink und anderen Mineralstoffen mit dem Urin.



Welche chronischen Erkrankungen können zu einem Zinkmangel führen?

Wer an einer chronischen Erkrankung leidet, sollte in jedem Fall regelmäßig seine Zinkwerte (und die Werte anderer Nähr- und Vitalstoffe) überprüfen lassen, da viele Erkrankungen entweder die Vitalstoff-Ausscheidung erhöhen oder die Vitalstoff-Resorption verschlechtern; beides lässt den Bedarf an Zink steigen.


Zu diesen Erkrankungen gehören:

  • Allergien

  • Arthritis

  • Diabetes

  • Akute und chronische Infektionen

  • Alle Erkrankungen, die mit Durchfall einhergehen können, z. B. Reizdarm oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen

  • Krebs

  • Magersucht

  • Nierenkrankheiten


Wie wird der Zinkspiegel gemessen?

Wenn Sie gewisse Symptome bei sich entdecken, die auf einen Zinkmangel schließen lassen könnten, ist eine Untersuchung des Zinkspiegels sinnvoll.

Die Untersuchung des Zinkspiegels sollte grundsätzlich im Vollblut und nicht im Serum oder Plasma erfolgen, da sich Zink zu mehr als 80 Prozent intrazellulär, also in den Zellen befindet, diese aber wiederum nicht im Plasma oder Serum vorhanden sind.

Zeigt das Ergebnis einen Zinkmangel an, dann hängt es von dessen Grad ab, ob Sie einfach Ihre Ernährung zinkreicher und gesünder gestalten oder ob Sie zusätzlich auch noch ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollten.


Welche Menschen benötigen besonders viel Zink?

Wer sich in einem Lebensabschnitt mit erhöhtem Zinkbedarf befindet, sollte darauf achten, den erhöhten Bedarf auch tatsächlich entweder mit der Nahrung oder mit einem Nahrungsergänzungsmittel zu decken. Mehr Zink als gewöhnlich benötigen beispielsweise Schwangere, Stillende, Leistungssportler (aufgrund hoher Zinkverluste mit dem Schweiß – 1 mg/Liter Schweiß) und ältere Menschen.


Welche Nahrungsmittel weisen einen erhöhten Zinkgehalt auf?

Zink befindet sich in vielen Lebensmitteln. Nachfolgend sind die Zinkwerte der wichtigsten Lebensmittelgruppen definiert:

  • Hohe Zinkwerte finden sich in Fleischprodukten (2 bis 5 mg/100g).

  • Ölsaaten, wie z. B. Kürbiskerne, Leinsaat und Mohn liefern bis zu 7 mg pro 100 g

  • Früchte und Gemüse hingegen liefern recht geringe Zinkmengen (0,1 bis 1 mg pro 100 g). Doch können von Obst und Gemüse leicht größere Mengen und damit auch größere Zinkmengen verzehrt werden, sodass auch diese Lebensmittelgruppe eine sehr wichtige Zinkquelle darstellt.

Ebenfalls weisen Käse und Hülsenfrüchte einen hohen Zinkgehalt auf. Jedoch sind diese Lebensmittelgruppen nicht zu empfehlen, da Sie die Entstehung eines Hyperpermeabilitätssyndroms fördern können.


Was hemmt die Zinkaufnahme?

Es kommt nicht nur auf die Zinkmenge an, die in einem Lebensmittel vorhanden ist, sondern auch auf die übrigen im Lebensmittel enthaltenen Begleitstoffe, welche die Zinkresorption behindern oder auch fördern können.

In Milchprodukten beispielsweise können das Casein (Milchprotein) und auch die hohen Calcium- und Phosphatmengen die Zinkaufnahme behindern.

In Hülsenfrüchten, Ölsaaten und Getreide wiederum ist es insbesondere die Phytinsäure, welche sich an Zink binden und damit dessen Verwertbarkeit reduzieren kann.


Zink als Nahrungsergänzungsmittel

Als zusätzliche Maßnahme kann Zink als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind zu empfehlen?

Wir empfehlen unseren Klienten die Einnahme der Zinkmethionin 15 mg Kapseln von Bonusan über einen Zeitraum von 8-12 Wochen. Je nach Bedarf kann die Dosierung berechnet werden. Die Kapseln von Bonusan enthalten je 15 mg Zink.

Menschen, die einen Zinkmangel aufweisen, können täglich 1-3 Kapsel à 15 mg Zink von Bonusan einnehmen.

Zu welchem Zeitpunkt ist Zink einzunehmen?

Zinkpräparate sind am besten abends vor dem Schlafengehen einzunehmen.

Höhere Zink-Einnahmen als die empfohlene Tagesdosis sollten unbedingt unter therapeutischer Begleitung erfolgen, da eine anhaltende erhöhte Zinkzufuhr mitunter zu einem Kupfermangel führen kann.


Zinksalbe

Zink kann neben der oralen Einnahme auch in Form einer Zinksalbe zur Wundheilung eingesetzt werden. Die Wirksamkeit der Zinksalbe beruht auf einer schwach antiseptischen (desinfizierenden), adstringierenden (Adstringentien werden verwendet, um Blutungen aus kleinen Blutgefäßen zu stillen oder in der Behandlung von entzündlichen, nässenden und juckenden Hauterkrankungen), und wundheilungsfördernden Wirkung des darin enthaltenen Zinkoxids.

Außerdem wird die Feuchtigkeit auf der Haut gebunden, wodurch ein weiteres Aufweichen und dadurch mögliches Eindringen von Erregern vermindert wird.

Anwendung der Zinksalbe

Die Zinksalbe wird vor allem auf nässenden oder juckenden wunden Hautstellen und kleinen Einrissen verwendet, jedoch nicht auf dem Wundrand oder in offenen, tiefen Wunden.

Zinksalben finden zudem Anwendung bei chronischen Hautausschlägen, Flechten, Akne und Verbrennungen.

Zur direkten Wundbehandlung ist sie wenig geeignet, da sie die Wundheilung stört, die Wunde austrocknet und schwer entfernbare Beläge hinterlässt.

Dosierung

Tragen Sie die Zinksalbe in einer ausreichenden Menge auf die betroffene Hautstelle auf. Dies können Sie gerne mehrmals täglich wiederholen.

Wichtig ist, dass die Zinksalbe nicht an die Schleimhäute oder in den Mund kommt.

Welche Zinksalbe ist zu empfehlen?

Wir empfehlen unseren Klienten die Abtei Wundheil Zinksalbe aus der Drogerie Rossmann. Zinksalbe ist zudem in jeder Apotheke erhältlich.


Disclaimer

Mit diesem Artikel gibt die Rehbein group und ihre verbundenen Unternehmen keinerlei Heilversprechen ab. Die Nutzung und Durchführung aller Hinweise geschieht auf Ihre eigene Verantwortung.

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