Was ist Glutamin?
Glutamin ist die im menschlichen Körper am häufigsten vorkommende Aminosäure und gehört zu der Gruppe der semi-essenziellen Aminosäuren. Semi-essenziell bedeutet, dass der Körper im Falle eines Mangels Glutamin aus anderen Aminosäuren selbst herstellen kann. Aminosäuren stellen die Basis für die Bildung körpereigener Proteine dar.
Glutamin kommt im Körper in zwei verschiedenen Formen vor und ist dadurch in L-Glutamin und D-Glutamin zu unterscheiden. Allerdings liegt nur das L-Glutamin gebunden in Proteinen vor. Das D-Glutamin kommt nicht in Proteinen vor und ist somit im Hinblick auf die Bildung von Proteinen nicht relevant.
Aus diesem Grund werden die Begrifflichkeiten "Glutamin" und "L-Glutamin" häufig synonym verwendet werden.
Wie wirkt Glutamin im Körper?
Im Körper ist Glutamin an einer Vielzahl biochemischer Prozesse, wie zum Beispiel den Funktionsabläufen des Immunsystems und der Unterstützung der Muskelregeneration beteiligt.
Das Immunsystem nutzt Glutamin als Energiequelle für sich schnell teilende Zellen. Dies betrifft besonders die sogenannten Killerzellen, wie zum Beispiel die T-Zellen oder Makrophagen, welche körperfremde Erreger unschädlich machen.
Eine ausreichende Versorgung durch Glutamin ist demnach ein entscheidender Faktor für die Funktionsfähigkeit der Abwehrkräfte. Gerade bei hohen körperlichen Belastungen wie körperlicher Arbeit, intensivem Training, Infekten, Operationen oder auch Stress steigt daher der Bedarf an der Aminosäure Glutamin.
Kann dieser Bedarf nicht durch die Nahrung oder durch die Eigenproduktion gedeckt werden, kommt es zu einer Unterversorgung, welche auch die Immunfunktion beeinträchtigt.
Glutamin kann darüber hinaus aktiv in der Regenerationsphase unterstützen, indem es hilft, die Energiespeicher der Muskulatur (Glykogenspeicher) nach körperlichen Belastungen schneller wieder aufzufüllen.
Der Körper gewinnt das benötigte Glykogen in der Regel aus Kohlenhydraten, welche über die Nahrung aufgenommen werden. Jedoch kann der Körper an dieser Stelle auch das Glutamin nutzen, um aus Glutamin die entsprechende Glucose herzustellen, die benötigt wird, um das Gehirn und die Muskulatur mit Energie zu versorgen. Dieser Vorgang wird "Gluconeogenese" genannt.
Die Aminosäure wird dazu erst in der Leber in Blutzucker umgewandelt und kann so von der Muskulatur als Glykogen gespeichert werden.
Welche Nahrungsmittel weisen einen erhöhten Glutamingehalt auf?
Glutamin befindet sich in vielen Lebensmitteln. Besonders hoch ist der Glutamingehalt in tierischen Produkten wie Fisch, Fleisch und Eiern.
Erwachsene Menschen konsumieren durchschnittlich 5-9 g Glutamin pro Tag.
Lebensmittel, die Glutamin enthalten (Glutamin-Gehalt in mg / 100 g Lebensmittel):
Roastbeef (4.230 mg)
Thunfisch (3.520 mg)
Forelle (3.330 mg)
Makrele (3.170 mg)
Walnüsse (3.137 mg)
Hummer (2.730 mg)
Hühnerei (1.810 mg)
Porree (386 mg)
Avocado (284 mg)
Sellerie (283 mg)
Weintrauben (150 mg)
Erdbeeren (126 mg)
Bananen (105 mg)
Glutamin als Nahrungsergänzungsmittel
Insbesondere zu gezielten Stärkung des Immunsystems oder auch zur Förderung der Muskelregeneration kann die tägliche Glutaminzufuhr über Nahrungsergänzungsmittel gesteigert werden.
Welche Nahrungsergänzungsmittel sind zu empfehlen?
Die geeignetste Form, um höhere Mengen Glutamin einzunehmen, ist ein hochreines Glutaminpulver. Zur Einnahme wird das Glutaminpulver dann einfach in Wasser gelöst.
Der Vorteil des Pulvers gegenüber der Einnahme von Glutamin-Kapseln liegt in der Reinheit des Produktes. Kapseln enthalten oftmals noch Zusatzstoffe und Füllstoffe, welche der gewollten Wirkung möglicherweise dann sogar entgegenwirken.
Wir empfehlen unseren Klienten die hochdosierte Einnahme des L-Glutamin Pulver von Bonusan über einen Zeitraum von 12 Wochen.
Die optimale Dosierung liegt bei 30 g Glutamin pro Tag, gelöst in 200 ml Wasser. Da Glutamin hitzeempfindlich ist, rühren Sie es bitte nicht in heiße Getränke.
Wann ist der optimale Zeitpunkt der Einnahme von Glutamin?
Der Einnahmezeitpunkt von Glutamin kommt auf den Anwendungsbereich an.
Sportler sollten Glutamin vor allem nach dem Training zu sich nehmen, um die Regeneration der Muskulatur zu fördern.
Bei der Stärkung des Immunsystems ist es zu empfehlen, das Glutamin eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit einzunehmen, um die Konkurrenz mit anderen Aminosäuren zu vermeiden.
Nebenwirkungen von Glutamin
Bei gesunden Erwachsenen sind bei Dosierungen unter 50 g Glutamin keine Nebenwirkungen zu erwarten.
Bei einer Überdosierung kann es zu Schwindel, Durchfall oder einem leichten Kribbeln auf der Haut kommen.
Bei Menschen, die überempfindlich auf Glutamat, den Geschmacksverstärker, welcher häufig in Fertiggerichten oder auch in manchen Restaurants verwendet wird, reagieren, ist es möglich, dass diese auch auf eine Nahrungsergänzung mit Glutamin-Pulver reagieren. Hier sollte vor der Einnahme ärztlicher Rat hinzugezogen werden.
Disclaimer
Mit diesem Artikel gibt die Rehbein group und ihre verbundenen Unternehmen keinerlei Heilversprechen ab. Die Nutzung und Durchführung aller Hinweise geschieht auf Ihre eigene Verantwortung.
Alle durch die Rehbein group und ihre verbundenen Unternehmen angebotenen Inhalte wie Ernährungsprogramme, Tipps, Videos und Trainingshinweise sind in keinem Fall ein Ersatz für eine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Behandlung.