Osteoporose, auch als Knochenschwund bezeichnet, ist eine Erkrankung, bei der die Knochenmasse abnimmt und die Knochenstruktur geschwächt wird. Dies erhöht das Risiko für Knochenbrüche, insbesondere in der Wirbelsäule, den Hüften und Handgelenken.
Die Ursachen für Osteoporose sind vielfältig, können jedoch auf genetische Faktoren, hormonelle Veränderungen (z. B. in der Menopause), Alterung, Mangelernährung, chronische Entzündungen oder Medikamentennebenwirkungen zurückgeführt werden.
Ursachen der Osteoporose
Die genaue Ursache der häufigsten Form, der primären Osteoporose, ist noch nicht vollständig geklärt. Sie wird in zwei Typen unterschieden:
Typ I betrifft hauptsächlich Frauen nach den Wechseljahren. Etwa 25 % aller Frauen über 60 Jahre sind betroffen. Bei diesem Typ ist der Knochenumsatz (Aufbau und Abbau von Knochensubstanz) hoch, wobei die knochenabbauende Aktivität stärker ist. Der wichtigste Faktor bei der Entstehung dieser Form ist wahrscheinlich der Östrogenmangel nach der Menopause.
Typ II tritt bei etwa 50 % aller über 70-Jährigen auf und hat in der Regel einen schleichenden Verlauf. Bei diesem Typ ist der Knochenumsatz niedrig.
Es gibt auch die sekundäre Osteoporose, die seltener ist, jedoch bei Männern häufiger vorkommt. Diese Form hat eine bekannte Ursache, wie zum Beispiel die Langzeitbehandlung mit Glukokortikoiden, Diabetes mellitus, Schilddrüsenüberfunktion, Alkoholismus, Mangelernährung, Tumoren oder Bewegungsmangel.
Allgemeine Risikofaktoren für die Entwicklung einer Osteoporose sind:
Osteoporose bei Familienangehörigen
Genussgifte wie Alkohol, Nikotin und Koffein
Geringe körperliche Aktivität
Östrogenmangel (frühe Menopause, keine Geburten)
Untergewicht, schlanker Körperbau
Niedrige Kalorienzufuhr
Chronische Hungerzustände in der Vergangenheit
Malabsorptionssyndrom (schlechte Nährstoffaufnahme)
Die Verminderung der Knochenmasse führt dann zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit.
Symptome der Osteoporose
Viele Menschen mit Osteoporose sind beschwerdefrei, bis sie durch eine ansonsten harmlose Verletzung einen Knochenbruch erleiden. Typisch sind hierbei Einbrüche der Wirbelkörper oder eine Fraktur des Oberschenkelhalses.
Häufig sind auch Schmerzen, insbesondere im Rücken. Diese resultieren aus Muskelverspannungen und Fehlhaltungen, welche eine Folge der Wirbelkörperverformungen sind. Wirbelkörperbrüche resultieren häufig auch in einer Abnahme der Körpergröße.
Besonders charakteristische Anzeichen einer Osteoporose sind der Witwenbuckel, das sogenannte Tannenbaumphänomen sowie scheinbar zu lange Arme, die durch eine Verkürzung der Wirbelsäule entstehen.
Diagnostik der Osteoporose
Da erst ab einem Kalziumverlust von 30–50 % Veränderungen auf dem Röntgenbild sichtbar sind, wird insbesondere in Frühstadien der Erkrankung eine Knochendichtemessung (DXA-Scan) durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine röntgenologische Spezialuntersuchung, bei der die Knochenmineraldichte ermittelt wird.
Differenzialdiagnostisch ist es entscheidend, mögliche Ursachen für die Entstehung einer sekundären Osteoporose durch entsprechende Untersuchungen immer auch abzuklären.
Behandlung der Osteoporose
Die Behandlung von Osteoporose zielt darauf ab, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und das Risiko von Knochenbrüchen zu verringern.
Dazu gehören Medikamente, die den Knochenabbau hemmen oder den Knochenaufbau fördern, sowie Maßnahmen zur Schmerzlinderung.
Darüber hinaus ist regelmäßiges gezieltes Krafttraining von essenzieller Bedeutung, da es nachweislich die Knochendichte erhöht. Das Fortschreiten der Osteoporose kann hierdurch verlangsamt werden. Für eine Zunahme der Knochendichte benötigt es jedoch ausreichender Widerstände und Trainingsumfänge. Um nachweisbare Effekte zu erzielen, sind mindestens 70 % der maximalen Kraft sowie mindestens zweimal wöchentliches Krafttraining mit einem Umfang von 45 Minuten erforderlich.
Ergänzendes Beweglichkeitstraining kann dazu beitragen die Flexibilität der Muskeln und Gelenke zu verbessern.
Zusätzliches Balancetraining verbessert das Gleichgewicht und kann dazu beitragen das Sturzrisiko zu reduzieren.
Ebenso ist eine Ernährungsumstellung wichtig, um Osteoporose zu verhindern oder zu behandeln. Günstig ist hierbei eine calcium- und basenreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst. Fleisch, Wurst, Zucker, Salz, Weißmehlprodukte und phosphatreiche Lebensmittel wie Cola und Fertiggerichte sollten vermieden werden, da sie den Kalziumstoffwechsel negativ beeinflussen können.
Ein weiterer relevanter Faktor in der Behandlung von Osteoporose ist die Orthomolekulare Therapie dar. Hierbei ist das Ziel, den Körper mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen, um Knochenmasse aufzubauen und den Abbau zu verlangsamen. Hierbei werden insbesondere die Vitamine D und K sowie die Mineralstoffe Calcium und Magnesium eingesetzt. Diese Nährstoffe sind notwendig für die Bildung und den Erhalt von Knochenmasse.
Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, längerer Bewegungsmangel oder bestimmte Medikamente sollten vermieden oder reduziert werden.
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