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Bürstenmassage

Wie kann die Bürstenmassage die Gesundheit fördern?

Vor über einem Jahr aktualisiert

Als Bürstenmassage wird das Bürsten der Haut mit Hilfe einer Handbürste mit Borsten bezeichnet. Die aktivierende Massage stärkt bei einer regelmäßigen Anwendung das Immunsystem und fördert durch die Anregung des Herz-Kreislaufsystems die Durchblutung der Haut.



Anwendung

Ihre Anwendung findet die Bürstenmassage vor allem im präventiven Bereich, um mögliche Krankheiten gerade im Bezug auf das Herz-Kreislaufsystem vorzubeugen.

Dennoch kann die Bürstenmassage auch bei bereits auftretenden Warnzeichen des Körpers und Erkrankungen als Gesundheitsmaßnahme durchgeführt werden.
Eine der häufigsten Anwendungen der Bürstenmassage sind zum Beispiel eine mangelnde Durchblutung der Haut oder kalte Hände und Füße. Des Weiteren wird die Bürstenmassage bei Herzkreislauf-Erkrankungen oder auch bei einem schwachen Immunsystem genutzt.


Gesundheitliche Effekte

Die Bürstenmassage verbessert nicht nur die Elastizität der Haut, sondern fördert außerdem den Abfluss von Flüssigkeiten im Körper. Somit wird durch die Bürstenmassage der Lymphfluss im Körper angeregt.
Die Aufgabe der Lymphflüssigkeit ist es, Giftstoffe zur Leber zu transportieren und auf diese Weise das Immunsystem zu stärken. Da der Lymphfluss träge ist, benötigt er eine Stimulation über die Haut oder Muskeln, um effektiv zu arbeiten. Die Bürstentechnik verstärkt diese Wirkung, da sie neben der Lymphflüssigkeit auch die im Bindegewebe befindlichen Immunabwehrzellen stimuliert. Diese werden durch die Massage besser durchblutet und geben Stoffe frei, die anschließend über den Lymphfluss abtransportiert werden.
Zudem stimuliert die Bürstenmassage gezielt die Haut und fördert auf diese Weise unter anderem die Entsäuerung und andere Selbstregulierungsprozesse des Organismus.

Eine durch die Bürstenmassage ausgelöste, verstärkte Durchblutung bringt den Kreislauf in Schwung und macht automatisch wacher. Durch eine regelmäßige Bürstenmassage können sogar Kreislaufschwankungen reguliert und der Blutdruck normalisiert werden. Schnell auskühlende Körperareale wie die Hände und Füße werden besser durchblutet und angenehm warm. Gleichzeitig aktiviert die Massagetechnik den Hautstoffwechsel, entfernt abgestorbene Hautzellen und regt den hauteigenen Regenerationprozess an. Die Bürstenmassage kann langfristig sogar Cellulite reduzieren, da es die Haut sowie das tieferliegende Bindegewebe strafft.


Materialien

Für die Bürstenmassage werden vor allem Bürsten mit Naturfasern verwendet, da diese die Haut weniger reizen. Kunststoffborste sind oftmals sehr hart und strapazieren die Haut unnötig. Praktisch für die Ganzkörpermassage sind Bürsten mit einem langen Griff, um auch schwer erreichbare Körperstellen wie den Rücken gut zu massieren.

Die Bürsten sind zum Beispiel in der Drogerie oder auch im Supermarkt erhältlich.


Durchführung

Die Bürstenmassage wird in der Regel trocken durchgeführt.

In gleichmäßigen, kreisenden Bewegungen wird der Körper mit der Bürste massiert. Hierbei kann ein gleichmäßiger, leichter Druck auf den Körper ausgeübt werden.
Empfindliche Körperstellen, wie zum Beispiel die Brustwarzen oder Krampfadern sollten ausgespart werden.
Der ideale Zeitpunkt für das Trockenbürsten ist morgens. Da die Bürstenmassage anregend wirkt und den Kreislauf in Schwung bringt, kann sie abends Einschlafprobleme zur Folge haben.
Die Anwendung der Bürstenmassage dauert ca. 5 Minuten.

Vorgehen nach Körperregionen

Begonnen wird bei der Bürstenmassage immer an einer weit vom Herz entfernten Stelle, beispielsweise am rechten Fuß. Von dort aus wird mit kreisenden Bewegungen Richtung Herz gebürstet.
Nach den Füßen werden die Beine massiert. Zuerst die Vorderseite, dann die Rückseite und schließlich die Innen- und Außenseite. Anschließend werden die Hüfte und das Gesäß massiert, bevor es mit den Armen weitergeht. Den Abschluss bildet der Oberkörper mit Bauch, Brust und Schultern und natürlich dem Rücken.

Tipp

Wichtig für einen gesunden Lymphfluss ist es, dass immer von unten nach oben vorgegangen wird. Wesentliche Körperregionen, die gerade für den Lymphfluss wichtig sind, stellen die Leiste und Achseln dar und sollte eine besondere Beachtung erhalten. Denn dort befinden sich ebenfalls viele Lymphkapillaren.

Hautpflege nach der Bürstenmassage

Die Haut darf nach der Massage leicht gerötet sein. Ein leichtes Kribbeln ist ebenfalls normal. Kratzer, schmerzende Stellen und starke Rötungen hingegen sind ein Zeichen dafür, dass die Bürste zu hart ist oder zu kräftig gebürstet wurde.

Nach der Bürstenmassage ist es sinnvoll zu duschen, um losgelöste Hautpartikel abzuwaschen und die Haut anschließend einzucremen oder einzuölen. Die Poren der Haut sind nach der Bürstenmassage weit geöffnet und somit kann die Haut die Pflege dann besser aufnehmen.


Kontraindikation

Nicht geeignet ist die Bürstenmassage für Menschen, die unter Hautkrankheiten oder Hautreizungen wie etwa einem Sonnenbrand leiden, Krampfadern oder ein überreiztes Nervensystem haben. Da die Bürstenmassage anregend wirkt, überfordert sie möglicherweise das Nervensystem und führt zu Nervosität. Eine Alternative zu der Bürste kann ein Waschlappen sein, der ebenfalls einen aktivierenden Effekt hat, aber deutlich sanfter zur Haut ist.

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