„Setzen Sie sich morgens für 30 Minuten vor die Tageslichtlampe.“
Bei der Lichttherapie wird mit leistungsstarken Leuchten, wie beispielsweise Tageslichtlampen, ein Mangel an natürlichem Sonnenlicht ausgeglichen. Aufgrund dessen wird die Lichttherapie auch besonders in nördlich gelegenen Ländern und im Winter empfohlen, da in den Regionen und Jahreszeiten die Sonneneinstrahlung von den natürlichen Gegebenheiten begrenzt ist.
Die Anwendung von Licht regt dabei aktivierende Stoffwechselvorgänge im Körper an und wird somit insbesondere bei Diagnosen, wie Depressionen oder Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus angewandt.
Aber auch Menschen, welche im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit eher in geschlossenen Räumen aktiv sind, können durch den Einsatz von Lichttherapie ihr Wohlbefinden und gleichzeitig die Gesundheit fördern.
Die innere Uhr
Wachheit und Schlaf sind die deutlichste Ausprägung unserer sogenannten „inneren Uhr“: beim Menschen gibt es einen nahezu 24-stündigen Rhythmus, dem Funktionen, Abläufe und Mechanismen im Körper folgen.
Ein wesentlicher Taktgeber unserer inneren Uhr ist das Licht. Dabei ist die optimale Dosis an Tageslicht über den Tag entscheidend für einen gesunden Rhythmus und das biologische Gleichgewicht des Menschen.
Denn Tageslicht wirkt sowohl als physiologischer als auch psychologischer Stimulierer. Es steigert die Wachheit, hebt die Stimmung und das Wohlbefinden, verbessert die Produktivität und Lernfähigkeiten. Es ist außerdem der vom menschlichen Körper genutzte Antrieb für die Regulierung eines gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus.
Ausschlaggebend für die Steuerung der inneren Uhr sind die Ganglionzellen in der Netzhaut des Auges. Werden diese mit ausreichend Tageslicht versorgt, reguliert sich die innere Uhr in der Regel von selbst.
Hormonelle Unterscheidung Tag und Nacht
Licht dient nicht nur dem Sehen, sondern beeinflusst auch den Hormonspiegel von Melatonin, Serotonin und Noradrenalin im Blut.
Das Melatonin wirkt vor allem als schlafförderndes Hormon, welches bei Dunkelheit produziert wird und dessen Produktion jedoch bei genügend Licht wieder gestoppt wird.
Ab dann setzen die genau entgegengesetzt wirkenden Hormone Serotonin und Noradrenalin ein, welche auch als „Wach-Hormone“ und „Gute-Laune-Hormone“ bezeichnet werden.
Wenn nun helles Licht über die Augen und die Sehnerven aufgenommen wird, werden alle Hormone in Gang gesetzt, welche den Körper auf die Wachphase, im Normalfall den Tag, vorbereiten. Durch die Ausschüttung von Serotonin wirkt die Anwendung der Lichttherapie darüber hinaus auf die Stimmung.
Anwendung der Lichttherapie
Führen Sie die Lichttherapie jeden Morgen für 14 Tage durch.
Setzten Sie sich für 30 Minuten mit offenen Augen mit dem Gesicht zur Lichtquelle im Abstand von 20 cm vor die Tageslichtlampe.
Für die Anwendung ist es notwendig, in gleichmäßigen Abständen (alle 2 Minuten) für 20 Sekunden direkt in das Lichttherapiegerät zu schauen.
Das Lesen, führen von aktiven Gesprächen oder der Ausführung von anderweitigen Tätigkeiten ist während der Lichttherapie möglich.
⚠️ Hinweis
Wenn nicht anders mit Ihrem Trainer abgesprochen, führen Sie die Lichttherapie nicht nach 13 Uhr durch, da ab dem Zeitpunkt die Stimulation der Wachheit abgeschlossen worden sein sollte.
Lichttherapiegerät
Als Lichttherapiegerät sind Leuchten mit einer ausreichenden Beleuchtungsstärke ab 5.000 Lux geeignet. Eine normale Raumbeleuchtung mit ca. 500 Lux reicht daher für die Lichttherapie nicht aus.
Wie empfehlen Ihnen zur Anwendung Ihrer Lichttherapie die Tageslichtlampe TL 90 von Beurer mit einer Beleuchtungsstärke von 10.000 Lux.
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Johanna Riesenbeck, Ihre Trainerin