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Morbus Bechterew

Was bedeutet die Diagnose Morbus Bechterew?

Vor über einem Jahr aktualisiert

Morbus Bechterew, auch bekannt als ankylosierende Spondylitis, ist eine chronisch entzündlich-rheumatische Erkrankung, die hauptsächlich die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenk betrifft. In den betroffenen Bereichen kann es zu einer fortschreitenden Verknöcherung der Wirbelsäule und dadurch zu einer zunehmenden Bewegungseinschränkung kommen.

Es ist eine seltene Erkrankung, die etwa 1 % der Bevölkerung betrifft, und tritt am häufigsten bei Männern im Alter von 14 bis 40 Jahren auf.


Ursachen von Morbus Bechterew

Die genaue Ursache von Morbus Bechterew ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. Eine genetische Veranlagung, die mit dem HLA-B27-Gen in Verbindung gebracht wird, kann das Risiko einer Erkrankung erhöhen, allerdings erkrankt nicht jeder Mensch mit diesem Gen an Morbus Bechterew.

Neben der genetischen Veranlagung könnten wahrscheinlich auch Infektionen und Umweltfaktoren eine Rolle bei der Entstehung spielen. Es wird auch vermutet, dass Entzündungen in den Bereichen der Geschlechtsorgane, Harnröhre und des Darms mögliche Auslöser der Krankheit sein können.


Symptome von Morbus Bechterew

Die Symptome von Morbus Bechterew können von Person zu Person unterschiedlich sein. Bei einigen kann die Krankheit schnell fortschreiten und zu schwerwiegenden Einschränkungen führen, während bei anderen die Symptome nur mild sind und sich im Laufe der Zeit nicht verschlechtern.

Häufige Symptome sind:

  • Entzündung der Iliosakralgelenke mit morgendlicher Steifigkeit und nächtlichen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule

  • Steifheit in der Wirbelsäule, die sich oft mit Bewegung verbessert

  • Zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit von Wirbelsäule (nachweisbar durch das Schober-Zeichen und das Ott-Zeichen) und des Brustkorbs

  • Schmerzen und Steifheit in den Hüften und Schultern

  • Entzündung der Gelenke der unteren Extremitäten

  • Bei Beteiligung des Achillessehnenansatzes quälende Fersenschmerzen, häufig Fersensporn

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

  • Entzündungen der Augen (Iridozyklitis) können bei einigen Personen auftreten

  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Im Endstadium der Erkrankung kann es zu einer vollständigen Versteifung der Wirbelsäule mit einer nach vorne gebeugten Haltung kommen.


Diagnostik von Morbus Bechterew

Die Diagnose von Morbus Bechterew kann durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Bluttests und Bildgebung erfolgen. Die Bildgebung kann Röntgenaufnahmen und/oder Magnetresonanztomographie (MRT) umfassen, um entzündliche Veränderungen der Wirbelsäule und Iliosakralgelenke zu erkennen.


Behandlung von Morbus Bechterew

Es gibt keine Heilung für Morbus Bechterew, aber es gibt Behandlungen, die helfen können, die Symptome zu lindern und den Fortschritt der Krankheit zu verlangsamen. Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen und Steifheit zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und Komplikationen zu verhindern.

Die Behandlung kann Medikamente beinhalten, um Entzündungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern, wie Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), biologische Medikamente (Biologika) und in einigen Fällen auch Kortikosteroide.

Gezieltes Krafttraining ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Es zielt darauf ab, die Wirbelsäule dreidimensional über ihren vollen Bewegungsraum zu trainieren und hierdurch die Beweglichkeit und eine aufrechte Körperhaltung zu erhalten. Gleichzeitig können Schmerzen hierdurch gelindert und das allgemeine Wohlbefinden verbessert werden.

Eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität kann ebenfalls dazu beitragen, die Symptome zu lindern und die allgemeine Gesundheit zu fördern.

Rauchen kann die Symptome von Morbus Bechterew verschlimmern und sollte vermieden werden.


Disclaimer

Mit diesem Artikel gibt die Rehbein group und ihre verbundenen Unternehmen keinerlei Heilversprechen ab. Die Nutzung und Durchführung aller Hinweise geschieht auf Ihre eigene Verantwortung.

Alle durch die Rehbein group und ihre verbundenen Unternehmen angebotenen Inhalte wie Ernährungsprogramme, Tipps, Videos und Trainingshinweise sind in keinem Fall ein Ersatz für eine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Behandlung.

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